Es war der 29. Mai 2010. Die Fußball-Bundesliga war bereits zu Ende, die Weltmeisterschaft hatte noch nicht begonnen und so kam der Eurovision Song Contest genau rich- tig, um das Jubeln für unser Land einmal mehr zu üben. Die 19-jährige Lena Mayer-Landrut trat mit ihrem Song „Satellite“ für Deutschland an und die junge Gemeinde lud gemeinsam mit den Pfadfindern und dem EKS zum Public Viewing ein. Lustigerweise hatte die ARD das Wort zum Sonntag in der Berichterstattung und so wurde wahrscheinlich zum ersten Mal in Mariendorf-Ost auch dies in der Gemeinde “live” übertragen. Es sollte ein Testlauf für die folgenden WM-Spiele werden.
Doch es wurde mehr als ein Testlauf. Insgesamt 70 Leute kamen in den Kirchsaal, um auf der Großbildleinwand der Startnummer 22 die Daumen zu drücken. Viele Jugendliche waren mit dabei und auch einige ältere Gemeindeglieder wollten sich das gemein- same Feiern in der Gemeinde nicht entgehen lassen. Bei Cocktails, Bier und einer Bratwurst wurde mitgefiebert. Auf Zetteln konnte jeder einzelne mitvoten und, obwohl die Buchmacher Lena weit vorne sahen, war das Gefühl nach ihrem Auftritt eher gemischt. Die Einschätzung, sie hätte es ganz ordentlich gemacht, aber reichen werde es wohl nicht, war weit verbreitet. Da waren die Franzosen oder die Iren besser…
Jeder hatte seinen Favoriten. Als es an die Auswertung ging, war die Spannung zum Anfassen. Und keiner konnte es am Ende fassen: 9 Mal jubelten alle im Kirchsaal, als es hieß “L’ Allemagne douze points!” Das Ende kennen wir alle: Zum zweiten Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests kommt die Siegerin aus Deutschland. 28 Jahre nach Nicole und “Ein bisschen Frieden” ist es nun Lena mit “Satellite”. Danke Lena, dass wir ein schönes Fest feiern durften!
Doch eigentlich hat Lena nicht viel dazu beigetragen, dass wir in Mariendorf-Ost feiern konnten. Danken möchte ich Sven Steinbach. Er hat viele tolle Ideen – auch außerhalb der Jugend- und Konfimandenarbeit –, die das Gemeindeleben bereichern. Danke, dass Du immer wieder mit vielen Mitstreitern solche Veranstaltungen auf die Beine stellst!
Ich freue mich jedenfalls auf den 21. Mai 2011, wenn Deutschland den Titel verteidigen wird. Wir sollten im Kirchsaal dann wieder mitfiebern. Es lohnt sich!
