Unter diesem Motto fand während des Himmelfahrtswochenendes der zweite Ökumenische Kirchentag in München statt. Die Losung aus dem ersten Brief des Petrus war auch Wegweiser für einige Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Berlin und Brandenburg, die sich auf den weiten Weg nach München machten, um die Helfendenschule für den VCP zu leiten.
Froh konnten wir sein, dass wir nicht mit dem Flieger unsere Anreise planten, sondern dass Viele sich mit dem Bus über die A9 „quälten“ und andere sich mit der Bahn in den tiefen Süden begaben – denn: Die Aschewolke erschwerte anderen Helfenden die Anreise.
Insgesamt 1.000 VCPerinnen und VCPer aus dem gesamten Bundesgebiet wurden erwartet und wollten im Willi-Graf- und dem Sophie-Scholl-Gymnasium untergebracht werden. Das war der “Großkomplex”, den wir verwalten durften. Natürlich haben wir uns bemüht, es unseren Gästen so gemütlich wie möglich zu machen in ihren Klassenraumhotelzimmern. Ein Gute-Nacht-Café mit leckerem Angebot ermöglichte den Kirchentagshelfern sich ein wenig nach ihren Arbeiten zu entspannen.
Unser Zentrumsteam bestand aus 32 Leuten; eine spannende Mischung mit Pfadfindern aus Neumünster, Lambsheim (Rheinland-Pfalz) und uns Berlinern. Jeder von uns hat jeden Tag gut mit angepackt: Einlasskontrollen, Weckdienste, Frühstückzubereitung, … Obwohl wir uns größtenteils untereinander im Vorfeld nicht kannten, hat alles super funktioniert. Alles hat geklappt und unsere Gäste waren nach fünf Tagen des Ackerns hochzufrieden mit ihrer Unterkunft. Zufrieden, glücklich, aber auch erschöpft traten wir am Sonntag den Heimweg an. Auch die Routinekontrolle der bayrischen Polizei überstanden wir schadlos.
„Damit ihr Hoffnung habt…“ – Ein Motto, das gerade in diesen Tagen für die beiden großen Kirchen wichtig war; denn insbesondere unsere katholischen Schwestern und Brüder sind durch die Missbrauchsskandale stark in die Kritik geraten. Dieses Thema war auch in dem einen oder anderen Forum Gegenstand und wurde nicht totgeschwiegen.
Der zweite Ökumenische Kirchentag war eine Herausforderung in der Zusammenarbeit. Und das gelang – in meinen Augen zumindest – gut. Ein Fest wurde gefeiert; ein Glaubensfest, und es hat sich gezeigt: Die Kirche ist lebendig. Junge und alte Menschen haben dort ihren Platz und finden ihren Halt.
Nachdem wir im vergangenen Jahr in Bremen unsere Zelte aufgeschlagen haben, dieses Jahr in München zusammenkamen, geht im nächsten Jahr der „Kirchentagsmarathon“ weiter: Vom 01.- 05. Juni 2011 sind wir dann in Dresden!
