Freunde wollen einander helfen

Das Thema „Freundschaft“ spielt bei Kindern eine wichtige Rolle – auch bei den jungen Besuchern des Kindergottesdienstes unserer Gemeinde. Schon nach kurzer Zeit bezeichnen sie jemanden, mit dem sie zusammen gespielt, gelacht oder eine positive Erfahrung gemacht haben, als Freundin oder Freund.  Am 2. Sonntag nach Epiphanias haben sich die Kinder mit der bilblischen Geschichte, in der ein gelähmter Mensch von Jesus geheilt wird, auseinander gesetzt und mit Duplo-Steinen nachgebaut:

Jona, Micha, Rafael und Thomas haben ein Freund, der sehr krank ist. Er heißt Philipp. Er ist so krank, dass er sich überhaupt nicht bewegen kann. Vom Kopf bis zu den Füßen ist er gelähmt. Die Vier besuchen ihn jeden Tag. Sie erzählen sich dann Geschichten.
Da hören die vier Freunde, dass Jesus in die Stadt kommt. Sie haben schon viel von ihm gehört. Jesus kommt von Gott und soll sogar Kranke gesund machen können. Wenn sie Philipp zu Jesus bringen, dann würde er ihm bestimmt helfen. Daran glauben sie ganz fest.

Jona, Micha, Rafael und Thomas tragen die Liege mit Philipp zu dem Haus, in dem Jesus zu allen Menschen spricht. Doch leider sind schon so viele Menschen dort, dass sie nicht hinein kommen. Das Haus ist voll. Sie können Jesus nicht einmal sehen. Wie sollen sie dann mit der Liege bis nach vorne kommen?

Darum klettern die Freunde mit Philipp auf das Dach des Hauses. Dann brechen sie das Dach auf, genau über Jesus. An jeder Ecke von Philipps Liege binden sie ein Stück Seil und lassen die Liege ganz langsam und behutsam nach unten, damit ihr Freund nicht herunterfällt. Bestimmt wird Jesus helfen. Daran glauben die vier.

Die Freunde haben Vertrauen zu Jesus. Das sieht Jesus. Er geht auf Philipp zu, sieht ihn an und sagt: „Freu dich! Ich möchte dich von deinem Leid befreien.” Und dann sagt Jesus den Satz, auf den Jona, Rafael, Micha und Thomas gewartet haben: “Steh auf! Nimm deine Decke und geh nach Hause!“

Sofort steht Philipp auf. Er geht ein paar Schritte – ganz vorsichtig. Dann springt er in die Luft vor Freude und geht an den Menschen vorbei zur Tür. Seine Freunde sind vom Dach geklettert und warten dort schon auf Philipp und überlegen, was sich gleich gemeinsames unternehmen können.  Als Philipp ihnen entgegen läuft, fallen sich alle um die Arme und weinen vor Freude. Der Glaube an Jesus hat ihnen geholfen.

Über Sven Steinbach

Hauptamtlicher Mitarbeiter für Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit, ehrenamtlich auch als Prädikant in Mariendorf-Ost tätig.

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