Fjorde pur, viele Schafe, Sonne sparsam und doch dem Himmel ganz nah
Mit diesen Worten lässt sich am besten das Reiseziel der diesjährigen Jugendsommerfahrt im Süd-Westen von Norwegen beschreiben. Wir fuhren von der Küste über schmalen Straßen entlang der blauen Gewässer weit in die Gebirge hinein, um dann an der Spitze der Fjorde zu unserem Haus in Stavtjørn zu gelangen, wo wir vom 09. bis zum 23. Juli die Zeit miteinander in einer traumhaften Idylle verbringen durften.
Auch wenn wir keine Elche gesehen haben und sich die Sonne nur sparsam zeigte, so war die Sommerfahrt der Jugend Mariendorf-Ost und Mariendorf-Mitte ein gelungenes Kooperations-Pilotprojekt. Die zwei Wochen waren voll mit Action, Ausflügen in die Natur und nach Stavanger, Kreativangeboten, Spielen und Andachten. Ganz besonders eindrucksvoll war die Wanderung in eine Höhle, die direkt hinter unserem Haus lag. Die Höhle führte uns nach ca. 2 km bei totaler Dunkelheit ins Nachbartal. Nur der Schein unserer Taschenlampen führten uns zum Licht am Ende des Tunnels.
In der Mitte der Freizeit tauchten wir ein in einen Abend des schlechten Geschmacks. Die Bad-Taste-Party stand im Zeichen von Kleidung und merkwürdigen Dingen, die man besser nicht kombinieren sollte – es sei denn, man möchte auf sich aufmerksam machen.
Im 30 km entfernten Bjerkreim besuchten wir an einem Sonntag einen norwegischen Gottesdienst mit Abendmahl. Die Gemeinde nahm uns herzlich auf und freute sich über den Besuch aus “Tyskland”. Nach dem Gottesdienst kamen wir mit den Norwegern bei Tee, Kaffee und Kuchen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass viele Norweger sehr gut deutsch sprechen können, da in den norwegischen Schule den Jugendlichen Französisch oder Deutsch als zweite Fremdsprache zur Wahl stehen.
Viel schneller als den meisten lieb war, war schon der letzte Abend der Freizeit da. Nach knapp 21 Stunden Fahrt erreichten wir am 23. Juli um 6.30 Uhr wieder Berlin. Und alle waren sich einig, dass diese Fahrt eine Neuauflage im nächsten Jahr verdient hat.

